Energiespartipp 1

Heizenergie und –kosten sparen mit einer einfachen Maßnahme.

Alle wärmeführenden Leitungen in unbeheizten und Kellerräumen für Häuser mit mehr als zwei Wohnungen müssen laut Energieeinsparverordnung (EnEV) gedämmt sein. Für die Dicke des Dämmmaterials gibt es gesetzliche Vorgaben. Ein Blick in den Keller verrät oftmals, dass es entweder keine Rohrdämmungen gibt oder die Vorhandenen zu alt sind. Besonders wenn eine ältere Heizungsanlage mit hoher Vorlauftemperatur vorhanden ist, aber auch bei den ganzjährig genutzten Warmwasserrohren gibt es große Einsparpotentiale.

Auf dem weiten Weg von Heizungskessel zu Heizkörper geht Wärme verloren. Diese so genannten Verteilverluste können laut der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus aus den achtziger Jahren im unbeheizten Bereich pro Jahr bei 265 kWh pro laufendem Meter Rohr betragen. Eine nachträgliche Dämmung kann diesen Wert um bis zu 200 kWh senken. Die einmaligen Investitionskosten für die vorgeschriebene Dämmung von etwa drei bis zehn Euro je Meter können sich demnach bereits nach einer Heizperiode rechnen.

Bei der Auswahl des Materials ist der Preis, der Brandschutz und die Temperaturbeständigkeit zu beachten. Beauftragen sie deshalb einen Fachhandwerker aus ihrer Nähe. Sind die Rohre leicht zu erreichen, können sie beim Anbringen auch selbst Hand anlegen und sparen so weitere Kosten. Da viele Hersteller vorgefertigte Dämmschalen anbieten, kann dies in der Regel problemlos erledigt werden. Lassen Sie sich in jedem Fall von einem unabhängigen Fachmann beraten.

Energiespartipp 2

Alte Heizungspumpen austauschen, Förderung einstecken und Strom sparen

Wussten Sie, dass alte Heizungspumpen für fast 20 Prozent der gesamten Haushaltsstromkosten verantwortlich sein können? Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat das Einsparpotential erkannt und fördert neben weiteren Heizungsoptimierungsmaßnahmen auch die Anschaffung einer neuen, hocheffizienten Heizungspumpe mit bis zu 30 Prozent auf den Nettobetrag der Rechnung. Vor allem gegenüber Modellen vor 2007 können die modernen Heizungspumpen bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen. Alte Pumpen laufen stets mit der gleichen Leistung, während moderne Pumpen die Drehzahl an den tatsächlichen Bedarf anpassen können. Dies senkt sowohl Ihren Stromverbrauch als auch die CO2-Emissionen. Abhängig von Gebäude und Pumpengröße kostet eine moderne Pumpe etwa 300 bis 400 Euro. Mit der Förderung und den eingesparten Stromkosten kann sich der Austausch laut Verbraucherzentrale jedoch schon nach wenigen Jahren rechnen.

Ob eine Pumpe energieeffizient arbeitet, erkennen Sie am sogenannten Energie-Effizienz-Index (EEI). Dieser befindet sich auf dem Typenschild und sollte laut Bayrischem Landesamt für Umwelt (LfU) maximal 0,23 betragen.

Den Antrag für das Förderprogramm „Heizungsoptimierung“ können sowohl Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen als auch Vereine, Stiftungen, gemeinnützige Organisationen und Genossenschaften stellen. Antragsberechtigt sind dabei Sie als Eigentümer der Heizungsanlage; oder aber Sie bevollmächtigten einen Dritten wie zum Beispiel Ihren Hausverwalter. Wichtig zu beachten ist, dass Sie sich vor der Durchführung der Maßnahme beim BAFA registrieren und eine Registrierungsnummer erhalten. Eine Liste der förderfähigen Pumpen finden Sie unter bafa.de → Heizungsoptimierung.

Lassen Sie am besten im gleichen Zuge eine weitere Maßnahme durchführen, die ebenfalls gefördert wird: der hydraulische Abgleich. Dieser sorgt dafür, dass alle Heizkörper im Haus gleichmäßig warm werden und spart zusätzlich Heizenergie ein. Durch diesen hydraulischen Abgleich wird häufig die Vorlauftemperatur abgesenkt; somit kann eine kleinere Pumpe mit geringerer Leistung eingebaut werden. Ein Fachmann in Ihrer Nähe kann Sie bei der Auswahl der passenden Pumpe für Ihr Haus als auch bei den Förderanträgen beraten.

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